Je mehr Einzelheiten sie aus dem Leben der kleinen Jacqueline erfuhr, desto mehr beschloss sie, schnell und unkonventionell dieser vom Schicksal so massiv betroffenen „jungen Dame“ zu helfen.

Zuerst einmal versicherte sie sich, dass auf medizinischer wie auch staatlicher Seite das Notwendige erledigt und die, für die Anerkenntnis der Behinderung dringend notwendigen rechtlichen Unterlagen und Ausweise soweit vorhanden waren. Sie beschloss – zumal sie von der absoluten Tierliebe der kleinen Jacqueline erfuhr – ihr einen unvergesslichen Tag im Krefelder Zoo mit Erlebnissen, die auch einem gesunden Kind nicht unbedingt zugänglich sind, zu ermöglichen.

Der Krefelder Zoo ( www.krefelderzoo.de ), der zum einen eine auch für Behinderte zugängliche Größe aufweist, zum anderen bekannt für Nachzuchten für die Freiheit ist, schien genau der richtige Zoo für Jacqueline zu sein.

Zumal ein Überangebot an Reizimpulsen durch zu viele Eindrücke keinem Kind, erst Recht nicht einem behinderten Kind, das ja durch den Rollstuhl auch massiv in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist, wirklich nutzen kann.

Von der zuständigen Zooführerin erhielt sie sehr unproblematisch und überaus kooperativ und liebenswürdig einen Termin innerhalb von 14 Tagen für eine Führung hinter den Kulissen für Jacqueline und ihre Eltern. Unter normalen Umständen muss man durchaus bis zu einem Jahr und länger auf solch einen Termin – zumal mit einem Besuch bei den Elefanten – auf Grund der großen Nachfrage warten.

 

 

 

Sternschnuppen-Momente, eine Herzensidee

Mit vielen außergewöhnlichen Momenten hinter den Kulissen des Regenwaldhauses und den persönlichen Kontakten von Jacqueline u.a. mit einer Robbe und einem Elefanten unter Anleitung der erfahrenen und sehr sensibel auf das behinderte Mädchen reagierenden jungen Biologin und Pressesprecherin des Krefelder Zoos Petra Schwinn, war dieser Tag für Jacqueline, wie auch ihre Eltern etwas ganz Besonderes .

Nach einer außergewöhnlich ausführlichen Zooführung, endete dieser Tag.

Das Strahlen auf dem Gesicht des Mädchens zeigte, das die Idee für die Gründung des gemeinnützigen und seit 2015 auch mildtätigen Vereins „Sternschnuppen für behinderte Kinder e.V.“ mit diesem Pilotprojekt wohl einen würdigen Start hatte.

Im Sommer 2006 erhielt die ehemalige Behindertenbeauftragte der Stadt Grevenbroich und 1. Vorsitzende der Sternschnuppen, Charlotte Häke, durch eine Mail der Mutter eines behinderten Kindes mit der Bitte um schnelle und unkonventionelle Hilfe, Kenntnis vom Schicksal eines 12jährigen behinderten Mädchens im Rollstuhl.

Sternschnuppen

Herzensidee